Ursprünglich bezog sich der Begriff "Wireframe" auf die visuelle Darstellung dreidimensionaler Objekte, wie sie im Produktdesign und der Produktentwicklung üblich sind. Heutzutage wird er ebenso verwendet, um die 3D-Modellierung in der Computeranimation sowie das Design und die Entwicklung von zweidimensionalen Webseiten und mobilen Apps zu beschreiben.
Lesen Sie weiter, um mehr über den Wert von Website-Wireframes zu erfahren, wie UX und UI im frühen Web- und App-Design ineinandergreifen und wie eine Wireframe-Software den gesamten Prozess einfacher, schneller und effizienter gestaltet.
Was sind Wireframes?
Im Webdesign ist ein Wireframe oder ein Wireframe-Diagramm eine visuelle Graustufendarstellung der Struktur und Funktionalität einer einzelnen Webseite oder des Bildschirms einer mobilen App. Wireframes werden in einer frühen Phase des Entwicklungsprozesses eingesetzt, um die grundlegende Struktur einer Seite zu definieren, bevor das visuelle Design und die eigentlichen Inhalte hinzugefügt werden. Sie können auf Papier, mithilfe von Software-Anwendungen oder direkt in HTML/CSS erstellt werden. Da Wireframes bewusst auf visuelle Details verzichten, eignen sie sich hervorragend als Planungsinstrument, das Layout, Hierarchie sowie Verhalten klärt, bevor Ressourcen in ansprechende visuelle Elemente oder Code investiert werden.
Nutzen Sie ein UX-Wireframe, um die folgenden Fragen zu beantworten:
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Was wird auf der Benutzeroberfläche angezeigt?
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An welcher Stelle auf der Seite werden die Elemente platziert?
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Wie werden Nutzer:innen mit den Seitenelementen interagieren?
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Wie wird die Webseite oder Anwendung funktionieren?
Wireframes vs. Mockups vs. Prototypen
Obwohl Teams diese Begriffe oft synonym verwenden, erfüllen sie unterschiedliche Zwecke auf verschiedenen Detailstufen (Fidelity). Wireframe-Diagramme sich von Mockups und Prototypen dadurch, dass sie als vereinfachte Darstellung (Low-Fidelity) konzipiert sind, die sich auf das Layout und die Funktionalität konzentriert. Betrachten Sie ein Wireframe als eine Blaupause, die die geplanten Funktionen aufzeigt und darstellt, wie das Produkt voraussichtlich funktionieren soll. Diese Einfachheit erleichtert es Ihnen, den Entwurf im weiteren Verlauf kontinuierlich zu überprüfen und zu verfeinern.
Die meisten Beispiele für Wireframe-Diagramme bestehen aus einfachen Linien und Boxen, enthalten kaum Farbe und beschränken sich auf die grundlegendsten Details. Diese einfachen Formen repräsentieren UX-Elemente wie Menüs, Schaltflächen, Inhalte und Navigationsfunktionen. So kann beispielsweise ein einfaches Rechteck mit den Worten "Logo/Startseite" verdeutlichen, wo das Firmenlogo platziert wird und dass dieses direkt zur Startseite der Website verlinkt.
Im Gegensatz dazu gleicht ein Mockup eher einem nicht funktionalen Modell. Es vermittelt Ihnen eine präzisere Vorstellung davon, wie das Endprodukt mit Grafiken, Farben, Branding und Schriftarten aussehen wird, verfügt jedoch über keinerlei aktive UI-Funktionen.
Ein Prototyp hingegen kommt einer voll funktionsfähigen Version des Endprodukts bereits sehr nahe. Er lässt sich nutzen, um Merkmale sowie Funktionalitäten zu demonstrieren sowie die UX zu testen und die Qualitätskontrolle zu unterstützen.
Der Wert von Wireframes für die Website- und App-Entwicklung
In der Praxis profitieren Teams in vielerlei Hinsicht und auf wiederkehrende Weise von Wireframes.
Fokus bewahren und Teams auf Kurs halten
Wireframes sorgen dafür, dass alle an der Website-Entwicklung Beteiligten an einem Strang ziehen. Dies führt nicht nur dazu, dass Designs präziser abgestimmt und die Inhaltserstellung unkomplizierter werden, sondern vermittelt auch dem Entwicklungsteam ein fundierteres Verständnis für das zu erstellende Produkt. Zudem wird verhindert, dass Teams zu einem späteren Zeitpunkt im Prozess unsaubere Behelfslösungen finden, Korrekturen vornehmen oder Anpassungen komplett neu aufrollen müssen – ein Phänomen, das auch als „Scope Creep“ bekannt ist.
Sobald alle Stakeholder die im Wireframe skizzierten Inhalte und Funktionalitäten freigegeben haben, kann das Team das Projekt mit Zuversicht vorantreiben. Im weiteren Projektverlauf dient das Wireframe als verlässliche Referenz, um die verschiedenen Teams auf ihre jeweiligen Aufgaben zu fokussieren.
Eine positive Markenerfahrung bieten
Darüber hinaus minimieren Wireframes Risiken für Ihre Marke sowie Reputation, indem sie Teams dabei unterstützen, verwirrende oder frustrierende Nutzungserlebnisse zu erkennen, bevor diese die Nutzer:innen erreichen. Wenn die UX und UI einer Website oder Anwendung exzellent gestaltet sind, fällt das kaum jemandem auf – das Produkt funktioniert schlichtweg und alle sind zufrieden. Liefern Sie jedoch ein mangelhaftes Design ab, können die negativen Auswirkungen Ihrer Marke sowie Ihrem Ruf nachhaltigen Schaden zufügen. Die Erstellung von App- und Website-Wireframes stellt somit einen essenziellen Schritt auf dem Weg zu einem außergewöhnlichen UX-Design dar.
Sicherstellen, dass die Website oder App zielgerichtet entwickelt wird
Die klare Visualisierung von Funktionen bei minimalem kreativen Einfluss ermöglicht es den Stakeholdern, sich auf andere Aspekte des Projekts zu konzentrieren. Das Wireframing setzt klare Erwartungen bezüglich der Implementierung von Funktionen, indem es aufzeigt, wie diese agieren, wo sie positioniert werden und welchen konkreten Nutzen sie stiften. Auf diese Weise kann eine Funktion rechtzeitig entfernt werden, falls sie sich nicht mit den übergeordneten Zielen Ihrer Website deckt.
Fokus auf die Benutzerfreundlichkeit (Usability)
Das Erstellen von Wireframes ermöglicht einen objektiven Blick auf Linkbezeichnungen, Conversion-Pfade, Benutzerfreundlichkeit, Navigation sowie die Platzierung von Funktionen. Mithilfe von Wireframes lassen sich Schwachstellen in der Website-Architektur oder den Funktionen identifizieren, sodass Sie den Fluss aus der Perspektive der Nutzer:innen visualisieren können. Ein frühzeitiger Fokus auf die Usability ist besonders wichtig, da die Behebung von Problemen in der Designphase weitaus kostengünstiger und unkomplizierter ist als nach dem Beginn der Code-Entwicklung.
Das Potenzial für inhaltliches Wachstum verstehen
Wenn Sie wissen, dass Ihre Website in naher Zukunft wachsen wird, muss sie in der Lage sein, dieses Wachstum abzufangen, ohne dass die Website-Architektur, die Benutzerfreundlichkeit oder das Design darunter leiden. Das Wireframing kann diese bedeutenden Chancen für inhaltliches Wachstum aufdecken und aufzeigen, wie sich diese optimal integrieren lassen.
Feedback einholen und Zusammenarbeit frühzeitig fördern
Bei jedem neuen Projekt oder Produkt-Redesign gilt es, frühzeitig Input und Feedback einzuholen, um zu verhindern, dass wertvolle Zeit und finanzielle Ressourcen in eine falsche Richtung investiert werden. Ein Wireframe bietet eine hervorragende Möglichkeit, Ideen zügig zu vermitteln und frühzeitiges Feedback einzuholen, was Sie bei der Gestaltung eines besseren Produkts unterstützt.
In enger Zusammenarbeit mit Kund:innen sowie weiteren Produkt-Stakeholdern können Sie kooperieren und einen Konsens darüber erzielen, wie die Benutzeroberfläche aussehen soll, welche Funktionen sie erfüllen muss und welche Elemente integriert werden sollten.
Die Freigabe von Wireframe-Diagrammen an Ihre Kund:innen, Designer:innen, das Entwicklungsteam und alle anderen an der Produktentwicklung Beteiligten fördert einen offenen Dialog für Feedback sowie eine produktive Zusammenarbeit, sodass bereits zu einem frühen Projektzeitpunkt alle Beteiligten denselben Wissensstand teilen.
Die agile Entwicklung stärken
Wireframes fügen sich optimal in agile Umgebungen ein. Sie können gemeinsam mit Produktmanager:innen sowie Entwickler:innen festlegen, welche Abschnitte des Designs in der jeweiligen Iteration realisiert werden sollen. Durch die Entwicklung des Produkts in iterativen Abschnitten fällt es leichter, Feedback einzuholen und den Design- sowie Entwicklungsprozess bedarfsgerecht zu verfeinern. Es ist zweifellos immer vorteilhafter, frühzeitig Feedback zu erhalten, bevor zu viel Entwicklungszeit verstrichen ist.
Zeit und Geld sparen
Ein durchdachtes Wireframe spart Zeit und Geld, da Ihr Entwicklungsteam ein präziseres Verständnis des zu erstellenden Gesamtprodukts erlangt und spätere Problembehebungen vermieden werden. Das Team muss somit in einer späten Phase keine Behelfslösungen konstruieren, um die ordnungsgemäße Funktion von Features zu gewährleisten.
Weitere Teams, die Wireframe-Diagramme nutzen
Da Wireframes die Abstimmung zwischen verschiedenen Rollen unterstützen, dienen sie dem gesamten Produktteam – und keineswegs nur den Designer:innen – als wertvolle gemeinsame Referenz.
Kund:innen und Stakeholder
Wireframes vermitteln Ihren Kund:innen (oder auch internen Stakeholdern wie dem Marketing-Team) ein leicht verständliches Gesamtbild des Entwicklungsvorhabens. Prüfende Personen können rasch beurteilen, ob das Design ihren Erwartungen entspricht, feststellen, ob Komponenten fehlen, verfügbare Aktionen evaluieren und nachvollziehen, wie die Elemente der Benutzeroberfläche zusammenspielen.
Durch die Präsentation der Wireframes bei Kund:innen lassen sich potenzielle Probleme oder fehlende Elemente aufdecken, die zuvor übersehen oder nicht bedacht wurden. Es ist wesentlich unkomplizierter und kostengünstiger, Fehler während der Erstellung von Wireframes zu korrigieren, als zu versuchen, diese nach der Fertigstellung des Codes zu beheben.
Projektmanager:innen
Projektmanager:innen nutzen Wireframes, um sicherzustellen, dass alle Stakeholder denselben Wissensstand besitzen. Die Bereitstellung des Wireframes für alle Beteiligten erleichtert es, die Richtung des Projekts zu überblicken, potenzielle Probleme frühzeitig zu identifizieren, Optimierungsvorschläge einzubringen und sich auf das zu erstellende Endprodukt zu einigen.
Zudem können Projektmanager:innen Wireframes als Checkliste verwenden, um den Fortschritt zu überwachen und sicherzustellen, dass sämtliche Vereinbarungen wie besprochen umgesetzt werden.
Entwickler:innen
Entwickler:innen setzen Wireframes ein, um technische Anforderungen zu durchdringen und zu erkennen, an welchen Stellen spezifische Funktionalitäten implementiert werden müssen. Werden mehrere Wireframes zur Erstellung eines Storyboards kombiniert, hilft dies den Entwickler:innen festzegen, wie Benutzerinteraktionen optimal ineinandergreifen sollten oder können. Das Storyboarding auf Basis von Wireframes vermittelt Entwickler:innen ein Gefühl für den Datenfluss und unterstützt sie dabei, potenzielle Engpässe rechtzeitig aufzudecken.
UX-, UI- und Wireframe-Design
User Experience (UX) Design bezeichnet eine Methode zur Steigerung der Kundentreue sowie -zufriedenheit, indem die Benutzerfreundlichkeit und die Freude an der Interaktion zwischen Kund:innen und der Website, App oder dem Produkt optimiert werden. Das User Interface (UI) Design ist hingegen enger mit dem Grafikdesign verwandt, wenngleich die Aufgabenbereiche komplexer ausfallen. Im Allgemeinen geht das User Experience Design dem User Interface Design voraus. UX und UI überschneiden sich im Wireframe-Designprozess meist – was auch ausdrücklich erwünscht ist. Die wesentlichen Schwerpunkte umfassen:
Informationsarchitektur und Wireframes
Als Teil des Gesamtprozesses der Website-Entwicklung und des Wireframings befasst sich die Informationsarchitektur mit der Platzierung sowie Priorisierung von Informationen in einer Weise, die künftigen Nutzer:innen einer Website oder mobilen App das Verständnis erleichtert. Laut des Werks Information Architecture for the World Wide Web existieren vier grundlegende Elemente:
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Organisationsschemata und -strukturen: Kategorisierung und Strukturierung von Informationen
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Kennzeichnungssysteme (Labeling): Darstellung von Informationen
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Navigationssysteme: Bewegung durch Informationen
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Suchsysteme: Suchen und Finden von Informationen
Eine fundierte Informationsarchitektur beginnt mit einer umfassenden Geschäftsanalyse, um eine Content-Strategie zu entwickeln, die ein Gesamtbild von Struktur, Inhalt sowie Design auf Basis der Unternehmensziele zeichnet. Um die Validität dieser Analyse sowie Strategie zu überprüfen, stellen Wireframes und Papierprototypen einen entscheidenden ersten Schritt dar. Das Testen von Prototypen und Wireframes ist die effektivste Methode, um bereits früh im Designprozess Feedback von Nutzer:innen einzuholen, was kostspielige Redesigns nach dem Live-Gang der Website verhindert. Zudem unterstützt das Testen von Prototypen und Wireframes Sie dabei, verschiedene Designs im Hinblick auf Performance sowie Nutzerpräferenzen zu bewerten, um das bestmögliche Gesamtprodukt zu erschaffen.
In der Phase des Wireframings geht es beim Informationsdesign gleichermaßen darum, zu antizipieren, was verschiedene Nutzertypen zuerst sehen müssen und welche Aktionen sie voraussichtlich ausführen werden. Bietet Ihre Website beispielsweise einen Messaging-Dienst an, fallen die meisten Besucher:innen in eine von zwei Kategorien: wiederkehrende Nutzer:innen und neue Besucher:innen. Wiederkehrende Nutzer:innen möchten sich vermutlich anmelden, während neue Besucher:innen eventuell ein Konto erstellen oder sich lediglich über Ihren Dienst informieren wollen. Auf Ihrer Startseite müssen Sie beiden Besuchertypen gerecht werden und ihnen ausreichend Informationen bereitstellen, damit sie ihre jeweiligen Ziele erreichen können. Möglicherweise wird diese Information über Schaltflächen vermittelt: Anmelden, Registrieren oder Weitere Infos. Beim Informationsdesign dreht sich alles um die Entscheidung, welche Elemente integriert und wo sie platziert werden.
Navigationsdesign und Wireframes
Das Navigationssystem umfasst eine Reihe von Elementen auf dem Bildschirm, die es den Nutzer:innen ermöglichen, sich von Seite zu Seite zu bewegen. Das Navigationsdesign sollte die Beziehung zwischen Links verdeutlichen, sodass Nutzer:innen ihre Navigationsoptionen intuitiv verstehen. Typischerweise bieten Websites mehrere Navigationssysteme, wie etwa eine globale, lokale, ergänzende, kontextuelle sowie Service-Navigation (Courtesy Navigation).
Wie der Name bereits andeutet, legt das Navigationsdesign fest, auf welche Weise sich Nutzer:innen durch Ihre App oder Website bewegen. Von jedem beliebigen Bildschirm aus kann eine Person zu einer Vielzahl anderer Bildschirme navigieren. Dies erfährt sie jedoch erst, wenn Sie es ihr visualisieren: Dropdown-Menüs, anklickbare Links und Bildlaufleisten sind Paradebeispiele für visuelle Elemente, die Nutzer:innen das Navigieren in Ihrem Produkt erleichtern.
User Interface Design und Wireframes
UI-Design beinhaltet die Auswahl sowie Anordnung von Oberflächenelementen, die Nutzer:innen dabei unterstützen, mit Systemfunktionen in einer Weise zu interagieren, die maximale Effizienz und Benutzerfreundlichkeit gewährleistet. Zu den gängigen UI-Elementen zählen Schaltflächen, Texteingabefelder, Kontrollkästchen (Checkboxes), Menüs und Optionsfelder (Radio Buttons).
Das Interface-Design führt letztlich alles zusammen: Informationen, Navigation und alle weiteren Komponenten Ihres Wireframes. Sowohl das Navigationsdesign als auch das Informationsdesign besitzen On-Screen-Komponenten wie Schaltflächen und Menüs. Interface-Design bezieht sich darauf, wie diese Elemente ganzheitlich in die Benutzeroberfläche integriert werden, einschließlich Textfeldern, Header-Bildern und Seitenleisten.
Arten von Wireframes
Es gibt vier verschiedene Arten von Wireframes:
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Einfache Wireframes (Basic Wireframes). Diese auch als Low-Fidelity-Renderings bekannten Entwürfe stellen sehr einfache Seitenschemata dar, die meist in Schwarz-Weiß gehalten sind.
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Kommentierte Wireframes (Annotated Wireframes). Diese ergänzen ein einfaches Wireframe um eine Vielzahl von Details. Bei den Annotationen handelt es sich um kurze Notizen, die sich typischerweise am Rand oder am unteren Ende des Wireframes befinden. Sie beschreiben jedes Element des Wireframes – meist unterteilt nach Inhalts- und Funktionsbereichen – und erläutern kurz den Grund sowie Zweck der jeweiligen Komponente.
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User-Flow-Wireframes. Wenn Kommentare nicht ausreichen, um darzustellen, wie sich eine Person logisch von Seite zu Seite durch die Inhalte einer Website oder App bewegt, sind tiefergehende Informationen erforderlich. Diese User-Flow-Wireframes können statische Ansichten eines voll interaktiven Wireframes sein, aber ebenso eine Diashow oder eine fortlaufende Serie von Wireframes umfassen, um einen primären User Flow oder eine Reihe von User Flows aufzuzeigen.
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Interaktive High-Definition-Wireframes. Hierbei lassen sich Interaktionen (z. B. Tippen, Klicken und Wischen) innerhalb einzelner Wireframes oder zwischen ihnen direkt erleben. Das Hinzufügen von Interaktionen vor dem Übergang zu vollständigen Mockups oder dem Live-Prototyping spart Designer:innen sowie Entwickler:innen wertvolle Arbeitsstunden. Diese Variante von Wireframes lässt sich ausschließlich in Präsentations- und Grafikdesign-Software oder in spezieller Wireframing- und Prototyping-Software realisieren.
So entwerfen und erstellen Sie ein einfaches Wireframe
Nachdem wir die grundlegenden Komponenten von Wireframes beleuchtet haben, betrachten wir nun, wie Sie alles zusammenführen, um ein einfaches Wireframe zu entwerfen und zu erstellen.
Und denken Sie daran: Beim Wireframing gilt: Je früher Sie damit beginnen, desto besser.
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Reflektieren Sie das übergeordnete Ziel der Website und richten Sie das Design konsequent an diesem Ziel aus. Überlegen Sie, wie Nutzer:innen mit der Benutzeroberfläche interagieren werden.
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Beginnen Sie mit einer einfachen Low-Fidelity-Darstellung der Webseite, die in drei Bereiche unterteilt ist: den Header (das Erste, was Nutzer:innen am oberen Rand der Seite sehen), den Hauptteil (Body) der Webseite und den Footer, der üblicherweise weniger relevante Informationen enthält.
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Widmen Sie sich als Nächstes der Navigation. Fügen Sie Schaltflächen und Links hinzu, damit Besucher:innen die Hauptbereiche Ihrer Website ansteuern können, einschließlich Inhaltsbereichen, der Suche und des Logins.
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Kommentieren Sie Ihr Wireframe, um absolute Klarheit zu schaffen.
Sobald Sie diese Phase erreicht haben, können Sie das Wireframe mit den Stakeholdern teilen, bevor Sie den nächsten Schritt einleiten. Sie können das initiale Wireframe von Hand auf Papier oder einem Whiteboard skizzieren; nach Erreichen der finalen Stufe werden Sie jedoch voraussichtlich eine Software nutzen, um das Wireframe weiterzuentwickeln.
Wenn Sie mehr als nur eine einzelne Landingpage entwerfen, empfiehlt es sich zudem, die Gesamtheit der benötigten Bildschirme zu planen, bevor Sie mit dem Zeichnen einzelner Layouts beginnen. Ganz gleich, ob Sie ein Wireframe für eine App oder eine Website erstellen, eines ist gewiss: Sie werden mehr als nur ein einziges Wireframe kreieren müssen. Beim Wireframing dreht sich alles um den User Flow. Wie bewegt sich die Person durch Ihre App? Gibt es einen bestimmten Zielort, an den Sie sie leiten möchten?
Verschiedene Projekte require unterschiedliche Workflows, doch als Grundregel gilt, dass Sie Ihr erstes Wireframe entweder in der Initiierungs- oder in der Planungsphase des Projektlebenszyklus entwerfen sollten. Bevor Sie mit den Diagrammen beginnen, skizzieren Sie die potenziellen Pfade, die Nutzer:innen einschlagen können, und listen Sie jeden neuen Bildschirm auf, auf den sie stoßen könnten. Für jeden weiteren Bildschirm benötigen Sie ein zusätzliches Wireframe. Zudem entwickeln sich Wireframes hinsichtlich ihrer Detailtiefe (Fidelity) meist im Zuge des Projektfortschritts von der frühen Exploration hin zur konkreten Planung weiter.
Diese Vorarbeit mag wie ein übertriebener Aufwand wirken, zahlt sich jedoch aus. Ein übereilter Einstieg in den Wireframing-Prozess ohne klare Vorstellung des User Flows führt unweigerlich zu unübersichtlichen und ungeordneten Diagrammen.
Ein detaillierterer Schritt-für-Schritt-Workflow
Falls Sie einen noch detaillierteren Prozess als die oben genannten vier Schritte bevorzugen, unterstützt Sie der folgende Workflow dabei, vom groben Layout zu vorzeigbaren Wireframes mit höherer Detailtiefe zu gelangen.
1. Basisformen hinzufügen
Nach einer sorgfältigen Planung sind Sie bereit, den Entwurf Ihres Wireframes in Angriff zu nehmen. Wählen Sie zunächst einen „Rahmen“ (Frame) für Ihr Diagramm. Wenn Sie ein App-Wireframe erstellen, wählen Sie eine Form, die dem Bildschirm eines Mobilgeräts ähnelt. Für ein Website-Wireframe empfiehlt sich eine Form, die an ein Browserfenster erinnert. Die meisten digitalen Wireframing-Plattformen halten beide Basisrahmen in ihrer Formenbibliothek bereit.
Fügen Sie im Anschluss die größten Elemente des Wireframes hinzu. Hierbei sollte es sich um einfache Grundformen und Container handeln, die Komponenten wie eine Kopfzeilenleiste, eine Seitenspalte oder ein Textfeld repräsentieren. Text oder Bilder sind an diesem Punkt noch nicht erforderlich – es geht rein darum, das allgemeine Layout festzulegen. Wiederholen Sie diesen Vorgang für jedes zu erstellende Wireframe.
2. Schaltflächen und Links ergänzen
Sobald das Layout Ihres Wireframes steht, ist es an der Zeit, Funktionalität einzuhauchen. Auf jedem Bildschirm Ihres Produkts befinden sich voraussichtlich mehrere Schaltflächen, die Nutzer:innen zu einer neuen Ansicht leiten. Falls Sie diese im vorherigen Schritt noch nicht als Formen integriert haben, wählen Sie nun eine entsprechende Basisform für jede Schaltfläche aus. Sie können zudem den Text ergänzen, der auf der Schaltfläche erscheinen soll (beispielsweise „Home“). Sofern Ihre Wireframing-Plattform über Verknüpfungsfunktionen verfügt, verlinken Sie jede Schaltfläche direkt mit dem Ziel-Wireframe.
3. Feedback einholen und bearbeiten
Nun gilt es, Ihr Wireframe mit anderen Stakeholdern zu teilen, um Feedback einzuholen, Überarbeitungen vorzunehmen und die Freigabe zu erwirken.
4. Details ausarbeiten
Zu diesem Zeitpunkt liegt Ihr Diagramm vermutlich als Mid-Fidelity-Wireframe vor. Nach der Genehmigung des grundlegenden Designs können Sie mit der Verfeinerung der Details beginnen. Fügen Sie Bilder und Texte hinzu. Nutzen Sie Farbabstufungen, um verschiedene Elemente auf der Seite voneinander abzugrenzen, verbleiben Sie jedoch im Graustufenbereich. Stellen Sie sicher, dass sämtliche Komponenten bis auf den Pixel genau die richtige Größe aufweisen.
5. Das Wireframe teilen
Nun sollten Sie über ein funktionales High-Definition-Wireframe verfügen. Teilen Sie dieses mit den Projekt-Stakeholdern sowie den relevanten Teams.
Wireframe-Vorlagen und -Beispiele
Wireframe-Vorlagen unterstützen Sie dabei, eine neue Webseite oder Anwendung erheblich schneller zu gestalten. Die meisten Software-Anwendungen für das Website- und App-Design halten eine große Auswahl an Vorlagen für Sie bereit.
Ganz gleich, in welcher Branche Sie tätig sind oder für welche Plattform Sie konzipieren: Wireframes helfen Ihnen, das perfekte Nutzungserlebnis zu gestalten und umzusetzen. Werfen Sie einen Blick auf diese Wireframe-Beispiele, von denen einige mit User Flows oder Task Flows kombiniert sind.
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Klicken Sie auf das Bild, um es online zu bearbeiten.Einsatz von Wireframe-Software und -Tools zum Design von Webseiten und Apps
Es ist zwar möglich, sich das Endergebnis einer Website oder App gedanklich vorzustellen, ungleich einfacher gestaltet es sich jedoch, wenn Sie vorab ein Wireframe erstellen und sich genau vergegenwärtigen, welche Schritte erforderlich sind. Eine professionelle Wireframe-Software sowie entsprechende Tools ermöglichen Ihnen die flexible und zeiteffiziente Erstellung von Beispiel-Designs. Auf diese Weise können Sie Ideen ausbauen, den Gesamtkontext überblicken und Fehler im Vorfeld vermeiden. Vorlagen erleichtern es Ihnen zusätzlich, Ihre Ideen rasch zu visualisieren, Anpassungen vorzunehmen sowie Herausforderungen gezielt anzugehen und zu lösen.
Zudem erleichtern Wireframing-Tools es auch Nicht-Designer:innen, einen wertvollen Beitrag zu frühen UX-Diskussionen zu leisten. Während UX-Designer:innen häufig Wireframe-Diagramme nutzen, um Kund:innen, Produktdesigner:innen sowie weiteren Teammitgliedern das Aussehen und die Funktionsweise der UI zu veranschaulichen, können ebenso Produktmanager:innen und andere Stakeholder Wireframes einsetzen, um die gewünschte Funktionalität oder das angestrebte Design präzise zu kommunizieren – selbst ohne tiefgreifende Design-Erfahrung.
Mockups und Mockup-Tools
Während Wireframes als funktionale Design-Platzhalter dienen, füllt ein Mockup die visuellen Details wie Farben, Typografie und Markenelemente aus. Obwohl ein Mockup denselben Zweck wie ein Wireframe erfüllt – nämlich die Vision des Teams zu dokumentieren und zu koordinieren –, bietet es durch seine hochwertige Optik einen entscheidenden Mehrwert, der Mockups für Entscheidungsträger:innen ungleich nützlicher macht. Im Grunde verleiht das Mockup der im Wireframe skizzierten Struktur den nötigen visuellen Glanz.
Kriterien zur Bewertung von Wireframing-Apps und Software-Tools
Eine erstklassige Wireframing-Software sollte Sie in die Lage versetzen, jede der vier Wireframe-Arten – einfache, kommentierte, interaktive sowie User-Flow-Wireframes – zügig und unkomplizierter zu entwickeln. Folgende Aspekte sollten Sie vor Ihrer Entscheidung berücksichtigen:
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Wie realistisch muss das Ergebnis sein? Die Design-Möglichkeiten mancher Software-Lösungen sind sehr simpel gehalten und wirken wie von Hand gezeichnet, wohingegen andere einem minimalen Prototyp ähneln und bereits eine fortgeschrittene User Experience sowie Benutzeroberfläche bieten. Ihre Wahl hängt maßgeblich davon ab, wie ausgereift Ihr Endprodukt wirken soll.
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Steht das Teilen im Vordergrund? Einige Software-Produkte erlauben den Export von Wireframes in unterschiedlichste Formate, während andere voraussetzen, dass jede prüfende Person das entsprechende Programm lokal installiert hat. Wer Designs mit einem größeren Personenkreis teilen möchte, benötigt eine Lösung, die das Freigeben zur Überprüfung, Zusammenarbeit sowie Genehmigung vereinfacht – wie es bei Online- oder Cloud-basierten Tools der Fall ist.
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Welche Plattform bevorzugen Sie? Nutzer:innen, die Wert auf kollaborative Design-Funktionen und einfaches Teilen über unterschiedlichste Betriebssysteme hinweg legen, werden sich voraussichtlich für ein Produkt mit Online- oder Cloud-basiertem Zugang entscheiden.
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Benötigen Sie Offline-Zugriff? Rein browserbasierte Produkte sind ausschließlich über das Internet zugänglich. Dementsprechend können Nutzer:innen hierbei Designs gegebenenfalls nicht lokal speichern oder ohne aktive Internetverbindung arbeiten. Zwar sind browserbasierte Lösungen meist schlanker und werden häufiger aktualisiert, büßen dafür jedoch den Offline-Zugriff ein.
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Suchen Sie nach Vorlagen und Bibliotheken? Diese erleichtern die Erstellung von Wireframes ungemein. Eine Software, die Vorlagen für mobile Anwendungen, Webbrowser-Designs und andere Formate bereithält, spart wertvolle Zeit und erweist sich insbesondere bei der Konzeption einer Vielzahl unterschiedlicher Wireframes als großer Vorteil. Darüber hinaus bieten viele Wireframing-Produkte umfangreiche Bibliotheken mit Icons, Widgets und Themes.
Warum Lucidchart die beste Anwendung für das Wireframing ist
Lucidchart ermöglicht es sowohl technisch versierten als auch weniger versierten Nutzer:innen, Wireframes auf jedem internetfähigen Gerät ganz ohne Software-Download zu erstellen. Lucidchart zeichnet sich insbesondere aus durch:
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Einfachheit: Dropdown-Menüs, Schaltflächen und universelle Elemente unterstützen Sie dabei, ein neues Konzept zu skizzieren oder ein bestehendes zu optimieren. Über Verknüpfungsaktionen (Actions) lässt sich die Website-Navigation simulieren, indem Sie von Seite zu Seite springen, auf externe Seiten verlinken, ein Video abspielen und vieles mehr.
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Sicherheit und Zuverlässigkeit: Bei der Erstellung von Diagrammen in Lucidchart werden Ihre Änderungen sicher an mehreren Standorten gespeichert. Wir benachrichtigen Sie sogar, falls Verbindungsprobleme das Speichern Ihres aktuellen Entwurfs verhindern sollten.
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Interaktive Elemente: Verlassen Sie sich nicht nur auf ein statisches Wireframe. Erstellen Sie stattdessen ein interaktives Mockup, das die Möglichkeit bietet, Schaltflächen zu klicken, Videos anzusehen, Menüs zu durchstöbern und weitere Links zu testen.
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Reibungslose Zusammenarbeit: Verkürzen Sie die Entwicklungszeit, indem Sie alle Beteiligten in den Prozess einben. Ihre Kund:innen, Content-Producer:innen sowie Programmierer:innen können sich mühelos austauschen und Feedback hinterlassen.
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Umfangreiche Funktionen: Kund:innen werden ein interaktives Wireframe schätzen, welches das Nutzungserlebnis greifbar demonstriert. Bieten Sie Ihren Designer:innen sowie Kund:innen einen voll funktionsfähigen Prototyp einer App oder Website.
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Einfaches Veröffentlichen und Teilen: Sobald Ihr Wireframe fertiggestellt ist, lässt es sich im Handumdrehen teilen. Speichern Sie es in verschiedenen Bilddateiformaten ab, drucken Sie es aus oder versenden Sie es per E-Mail. Zudem können Sie es in den sozialen Medien veröffentlichen oder für Feedback-Zwecke privat freigeben.
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