Kardinalitätsansichten: Kardinalitätsansichten können je nach Platzierung der Symbole als Look-Across- oder Same-Side-Ansicht dargestellt werden.
Kardinalitätsbedingungen: Kardinalitätsbedingungen legen die Mindest- oder Höchstzahlen fest, die für eine bestimmte Beziehung gelten.
Abbildung natürlicher Sprache
ER-Komponenten lassen sich direkt mit Wortarten gleichsetzen, wodurch deutlich wird, wie ein ER-Diagramm strukturell mit einem Grammatikdiagramm vergleichbar ist:
Die Datenbankabfragesprache ERROL ahmt tatsächlich Konstrukte der natürlichen Sprache nach. ERROL basiert auf der umgeformten relationalen Algebra (RRA) und arbeitet nahtlos mit ER-Modellen zusammen, wobei sie deren linguistische Aspekte präzise erfasst.
ERD-Symbole und -Notationen
Die folgenden Abbildungen zeigen verschiedene ERD-Notationssysteme. Weitere Informationen hierzu finden Sie auf unserer Seite zu ERD-Symbolen und -Notationen.
Chen-Notation
Krähenfuß-Notation / Martin- / Information-Engineering-Stil
Bachman-Stil
IDEF1X-Stil
Barker-Stil
Einige Teams wenden zudem die UML-Notation an, wenn sie Beziehungen im ER-Stil mit objektorientierten Konventionen ausdrücken möchten. Dies bedeutet keineswegs, dass das ERD zu einem UML-Diagramm wird, sondern besagt lediglich, dass die UML-Notation zur Beschreibung von Entitätsbeziehungen und Kardinalitäten genutzt wird. Bei die UML-Notation werden Beziehungen als durchgezogene Linie dargestellt, die zwei Entitäten miteinander verbindet. Die Kardinalitäten werden direkt auf der Linie angegeben (z. B. steht 1..1 für Eins-zu-eins oder 1..* für Eins-zu-viele), und Sie können Verbphrasen (wie „erstellt von“ oder „bestellt von“) hinzufügen, um die Art der Beziehung genauer zu definieren.
Beispiele
Nachfolgend finden Sie Beispiele für ER-Diagramme, die in den jeweiligen Systemen erstellt wurden.
Konzeptionelle, logische und physische Datenmodelle
ER-Modelle und Datenmodelle werden in der Regel in bis zu drei Detailstufen unterteilt:
Konzeptionelles Datenmodell
Dieses Modell bietet die am höchsten aggregierte Ansicht mit dem geringsten Detailgrad. Sein wesentlicher Nutzen liegt darin, den Gesamtumfang des Modells zu erfassen und die Systemarchitektur grob abzubilden. Bei Systemen mit geringerem Umfang können Sie direkt mit dem logischen Modell beginnen.
Logisches Datenmodell
Dieses Modell bietet eine detailliertere Darstellung als das konzeptionelle Modell und definiert betriebliche sowie transaktionale Entitäten. Dabei bleibt das logische Modell vollkommen unabhängig von der Technologie, in der es später implementiert wird.
Physisches Datenmodell
Aus jedem logischen Modell können ein oder mehrere physische Modelle abgeleitet werden. Diese müssen ein ausreichendes Maß an technischem Detail aufweisen, um die tatsächliche Datenbank fehlerfrei erstellen und implementieren zu können.
Mit zunehmender Größe und Komplexität von Systemen erweist es sich oft als Herausforderung, jedes betriebliche Detail in einer einzigen, übersichtlichen Grafik zu erfassen. Falls erforderlich, können Sie mehrere Diagramme nutzen und verschiedene Hierarchieebenen von ERDs erstellen, während kleinere Systeme meist mühelos in einer einzigen Ansicht abgebildet werden können.
Einschränkungen von ER-Diagrammen und -Modellen
ER-Diagramme und -Modelle eignen sich nicht gleichermaßen für jeden Datenbanktyp. Aus den folgenden Gründen sind sie unter Umständen nicht die optimale Visualisierung für Ihren spezifischen Anwendungsfall:
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Ausschließlich für relationale Daten: Da der exklusive Zweck von ER-Diagrammen darin besteht, die Beziehungen zwischen Entitäten aufzuzeigen, eignen sie sich nicht für den Entwurf von nicht-relationalen Datenbanken.
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Ungeeignet für unstrukturierte Daten: Sofern die Daten nicht sauber in klar definierte Felder, Zeilen oder Spalten unterteilt sind, bieten ER-Diagramme nur einen eingeschränkten Nutzen. Dies gilt gleichermaßen für semistrukturierte Daten, da hierbei nur ein Teil der Informationen sinnvoll verwertet werden kann.
Sollte Ihre primäre Persistenzschicht folglich nicht-relational sein, empfiehlt sich un anderer Modellierungsansatz als das klassische ERD.
So erstellen Sie ein grundlegendes ER-Diagramm
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Zweck und Umfang: Definieren Sie klar den Zweck und den Umfang dessen, was Sie analysieren oder modellieren möchten.
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Entitäten: Identifizieren Sie alle beteiligten Entitäten. Zeichnen Sie diese anschließend in Rechtecken (oder der in Ihrem System bevorzugten Form) und beschriften Sie sie als Substantive.
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Beziehungen: Ermitteln Sie, wie die einzelnen Entitäten miteinander verknüpft sind. Ziehen Sie Verbindungslinien zwischen ihnen, um die Beziehungen darzustellen, und beschriften Sie diese. Es ist vollkommen normal, wenn manche Entitäten keine Verbindung aufweisen. Je nach Notationssystem kann die Beziehung in einer Raute, einem Rechteck oder direkt auf der Verbindungslinie benannt werden.
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Attribute: Erhöhen Sie den Detailgrad, indem Sie die wichtigsten Attribute der Entitäten hinzufügen. Diese werden häufig als Ovale dargestellt.
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Kardinalität: Bilden Sie ab, ob es sich um eine Eins-zu-eins-, Eins-zu-viele- oder Viele-zu-viele-Beziehung handelt.
Falls Sie ein umfangreiches System abbilden, sollten Sie die Arbeit auf mehrere Diagramme aufteilen (beispielsweise eine konzeptionelle Übersicht sowie ein oder mehrere physische Modelle), um die Übersichtlichkeit jeder einzelnen Darstellung zu gewährleisten.
So erstellen Sie ein ER-Diagramm in Lucidchart
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Öffnen Sie ein neues Lucidchart-Dokument
Erstellen Sie Ihr Diagramm von Grund auf neu oder sparen Sie wertvolle Zeit, indem Sie mit einer der vorgefertigten ER-Diagramm-Vorlagen von Lucidchart beginnen. Entscheidend ist hierbei, genau den Detailgrad abzubilden, den Ihr Einsatzzweck erfordert. Je nach Bedarf können Sie ein konzeptionelles, logisches oder physisches Modell entwerfen.
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Aktivieren Sie die ERD-Formenbibliotheken
Klicken Sie auf der linken Seite des Editors auf „Weitere Formen“ und stellen Sie sicher, dass das Kontrollkästchen für Entity-Relationship in der Liste der Formenbibliotheken aktiviert ist.
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Nutzen Sie Drag-and-Drop für Formen
Fügen Sie dem Canvas Formen hinzu, um all Ihre Entitäten und Beziehungen darzustellen, indem Sie auf die gewünschte Form klicken und diese per Drag-and-Drop an der passenden Stelle platzieren. Vergewissern Sie sich, dass alle Entitäten und Beziehungen ordnungsgemäß beschriftet sind und Ihr Diagramm sämtliche zu speichernden Daten vollständig abbildet.
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Verbinden Sie die Formen
Klicken Sie auf eine beliebige Form und ziehen Sie eine Linie aus einem der angezeigten Kreise heraus, um sie mit einer anderen Form zu verbinden und so die Beziehung zwischen den Entitäten darzustellen. Achten Sie dabei auf redundante Entitäten oder Beziehungen. Sollten Sie eine Fehlersuche in einer Datenbank durchführen, halten Sie gezielt Ausschau nach Lücken in den Beziehungen sowie nach fehlenden Entitäten oder Attributen.
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Geben Sie Ihr ER-Diagramm freigegeben
Da ERDs visuell und standardisiert sind, eignen sie sich hervorragend als Kollaborationswerkzeug, das Teams gemeinsam überprüfen und verfeinern können. Sie können Ihr Diagramm ganz einfach per E-Mail, Slack oder über einen freigebbaren Link mit anderen teilen. Klicken Sie dazu oben rechts auf dem Bildschirm auf „Freigeben“, woraufhin sich ein Pop-up-Fenster opens. Wählen Sie die gewünschte Freigabemethode und legen Sie die entsprechenden Berechtigungsstufen fest.