Die SWOT-Analyse mag auf den ersten Blick zu einfach erscheinen, um wirklich effektiv zu sein, doch gerade die Stärke dieses Ansatzes liegt darin, dass nahezu jeder sie durchführen kann. Da der Vorgang nicht übermäßig komplex ist, lassen sich relativ leicht wertvolle Erkenntnisse gewinnen, die Ihnen helfen, fundierte strategische Entscheidungen zu treffen.
So erstellen Sie eine SWOT-Analyse
Wie bei den meisten geschäftlichen Analysemethoden sollten Sie eine SWOT-Analyse nicht allein durchführen. Als Einzelperson haben Sie eine eingeschränkte Perspektive und subjektive Prioritäten. Bevor Sie beginnen, sollten Sie ein Team aus verschiedenen Abteilungen und Rollen zusammenstellen. Sie werden feststellen, dass jede Person eine andere Perspektive einbringt, wodurch ein umfassenderes Bild Ihres Unternehmens entsteht.
Nachdem Sie eine Arbeitsgruppe zusammengestellt haben, verwenden Sie ein speziaisiertes Tool für die SWOT-Analyse, um ein SWOT-Raster zu erstellen. Gehen Sie als Gruppe jedes einzelne Element der SWOT-Analyse gemeinsam durch. In der Praxis sieht das so aus:
Strengths (Stärken)
Sie können die einzelnen Komponenten der SWOT Analyse in beliebiger Reihenfolge angehen. Aber warum nicht mit dem Positiven beginnen? Starten Sie Ihr Meeting mit der Frage nach den Stärken des Unternehmens.
Dies könnten beispielsweise folgende Punkte sein:
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sehr erfolgreiche Social-Media-Kampagne
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Kapitalzufluss von Investoren
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intelligentes und kreatives Team
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tolles Produkt
Scheuen Sie sich nicht, über greifbare, messbare Stärken hinauszudenken. Sie und Ihre Kollegen kennen die Stärken Ihres Unternehmens besser als jeder andere – nehmen Sie ruhig alles mit in die Analyse auf, was Ihnen erwähnenswert scheint.
Weaknesses (Schwächen)
Fragen Sie die Gruppe: Was sind die Schwächen Ihres Unternehmens? Dies können finanzielle, organisatorische, betriebliche oder andere Schwächen sein. Zum Beispiel:
Seien Sie schonungslos ehrlich mit sich selbst, auch wenn es schwerfällt. Je objektiver Sie an diese Aufgabe herangehen, desto eher wird es Ihnen gelingen, Schwächen in Stärken umzuwandeln. Man muss Probleme erst als solche identifizieren, um sie lösen zu können.
Opportunities (Chancen)
Stärken und Schwächen sind zwar beides interne Faktoren, doch ist es auch wichtig, Faktoren außerhalb Ihres Unternehmens zu berücksichtigen. Chancen hängen wahrscheinlich eng mit den Stärken Ihres Unternehmens zusammen. Zum Beispiel:
Wenn Sie sich nicht sicher sind, wie Sie Chancen aus Ihren Stärken ableiten können, betrachten Sie dieses Beispiel: Vielleicht hat Ihr Team gerade einen neuen Ingenieur eingestellt, der sich auf cloudbasierte Lösungen spezialisiert hat – ein Bereich, in dem Ihre Konkurrenz Defizite aufweist. Dies repräsentiert eine Chance: Sie können Ihren Kundenstamm erweitern, indem Sie die beste cloudbasierte Lösung anbieten.
Threats (Risiken)
Auch bei den Risiken handelt es sich wieder um externe Faktoren. Zum Beispiel:
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bevorstehende Gesetzesänderungen
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(wirtschafts)politische Vorschriften
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Negative Marktentwicklungen
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große Fortschritte bei einem Mitbewerber
Nachdem Sie nun alle vier Kategorien durchgearbeitet haben, sollten Sie jede einzelne Kategorie kurz noch einmal diskutieren. Möglicherweise sind nämlich im Zuge des Gesprächs über Chancen weitere Stärken oder Schwächen zutage getreten.
So erstellen Sie ein SWOT-Analyse-Diagramm in Lucidspark
Lucidspark ist eine Online-Whiteboard-Lösung mit Hunderten von Vorlagen für jeden Anwendungsfall, darunter auch SWOT-Diagramme. Wenn Sie mit einer Vorlage für eine SWOT-Analyse beginnen, sparen Sie Zeit und behalten während der Durchführung den Überblick. Gehen Sie folgendermaßen vor, um loszulegen:
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Registrieren Sie sich für ein Lucidspark-Konto.
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Klicken Sie auf +Neu > Aus Vorlage erstellen.
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Geben Sie „SWOT“ in die Suchleiste oben ein.
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Überprüfen Sie die Vorlagen und klicken Sie auf einzelne Optionen, um deren Bilder zu vergrößern, damit Sie entscheiden können, welche für Sie am besten geeignet ist. Wählen Sie unter der von Ihnen ausgewählten Vorlage die Option Verwenden aus.
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Fügen Sie während des Brainstormings Details in jeden Quadranten ein, indem Sie Post its auf die Arbeitsfläche ziehen.
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Um etwas auf ein Post it zu schreiben, klicken Sie darauf und beginnen Sie mit der Eingabe. Außerdem haben Sie die Möglichkeit, unterschiedliche Textformatierungen zu wählen.
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Klicken Sie auf die Schaltfläche Teilen, um die Optionen zum Teilen des Diagramms mit Ihrem Team zu öffnen.
Tipps zur Erstellung einer SWOT-Analyse
SWOT-Diagramme sind sehr einfach aufgebaut, aber das Ausfüllen kann durchaus anspruchsvoll sein. Deswegen haben wir im Folgenden ein paar nützliche Hinweise zusammengetragen:
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Stellen Sie den aktuellen Zustand Ihrer Organisation oder Ihres Problems realistisch dar, ohne ihn zu beschönigen. Wenn Sie sich nicht sicher sind, ob etwas wirklich in die jeweilige Kategorie passt, beraten Sie sich mit Ihrem Team.
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Denken Sie daran, dass SWOT-Analysen sich auf die Bewertung der Gegenwart beziehen, nicht auf die Vergangenheit oder die Zukunft. Sie können zwar über Möglichkeiten nachdenken, sollten jedoch jedes Detail auf Fakten stützen.
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Achten Sie darauf, in allen Quadranten den gleichen Detaillierungsgrad einzuhalten. Widerstehen Sie der Versuchung, zu viele Details anzugeben.
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Verwenden Sie die SWOT-Analyse als Leitfaden und nicht als Regelwerk.
So analysieren Sie Ihre SWOT-Matrix
Das Ausfüllen eines SWOT-Rasters kann zwar an sich schon eine nützliche Übung sein, doch der eigentliche Wert liegt in der Analyse. Das Raster kann Ihnen viel verraten – Sie müssen nur wissen, worauf Sie achten müssen.
SWOT Analysen dienen vor allem dazu, Zusammenhänge herzustellen. Sie haben Stärken und Schwächen sowie Risiken und Chancen aufgelistet. Lassen sich Korrelationen zwischen den beiden Seiten erkennen? Möglicherweise fallen bestimmte Risiken aufgrund bestimmter Schwächen schwerer ins Gewicht. Indem Sie die speziellen Schwachstellen in Ihrem Unternehmen angehen, können Sie Risiken mindern und diese vielleicht sogar in Chancen umwandeln.
Dabei ist zu bedenken: Interne Faktoren – Ihre Stärken und Schwächen – können Sie eher kontrollieren als externe. Fangen Sie bei der Diskussion notwendiger Änderungen mit der Bewältigung Ihrer Schwächen an. Wenn Sie beispielsweise feststellen, dass Sie ein Kommunikationsproblem haben, müssen Sie möglicherweise eine neue Software-Lösung anschaffen, um die Zusammenarbeit zwischen einzelnen Teams zu erleichtern.
So nutzen Sie SWOT für die strategische Planung
Wenn sie richtig angegangen werden, können SWOT-Analysen eine wichtige Rolle bei der strategischen Planung spielen. Wie sieht es mit den Erkenntnissen aus, die Sie und Ihr Team im Zuge des letzten Schritts gewonnen haben – lassen sich manche davon in Maßnahmen zur Verbesserung Ihrer Geschäftsstrategie umwandeln? Notieren Sie sich diese konkreten Schritte, ordnen Sie sie nach Priorität und legen Sie unter Berücksichtigung des Unternehmenskalenders Ziele fest, wann Sie diese umgesetzt haben möchten.
Zum Beispiel möchten Sie vielleicht bis Ende des Monats eine neue Teamleitung für die Softwareentwicklung einstellen oder bis Ende des Quartals eine Marketingkampagne einführen. Vielleicht haben Sie auch langfristige Ziele, wie die Entwicklung und Markteinführung eines neuen Produkts bis Ende nächsten Jahres. Unabhängig von Ihren Zielen sollten Sie realistische Meilensteine festlegen und mit den wichtigsten Stakeholdern kommunizieren, damit alle auf dem gleichen Stand sind.
Im Zuge der Strategieanpassung kann es gut sein, dass nach ein paar Wochen eine weitere SWOT-Analyse erforderlich wird. Überhaupt kein Problem – stellen Sie einfach ein Team zusammen und legen Sie los!