Genau wie bei Flussdiagrammen werden auch für BPMN-Diagramme eine Reihe von Standardsymbolen verwendet. Jede Form hat eine konkrete Bedeutung und einen geschäftlichen Kontext, in den sie am besten passt. Wenn Sie beim Zeichnen Ihres BPMN-Diagramms unsicher sind, können Sie einfach kurz in diesem Leitfaden nachschlagen.
Die häufigsten BPMN-Symbole
Ein BPMN-Diagramm (Business Process Model and Notation, Geschäftsprozessmodell und -notation) dient zur Erstellung übersichtlicher, gut verständlicher BPM-Flussdiagramme, die über verschiedene Organisationen und Branchen hinweg geteilt werden können. Es gibt vier Hauptgruppen von BPMN-Diagrammsymbolen: Flussobjekte, Verbindungsobjekte, Verantwortlichkeitsbereiche und Artefakte. Im Folgenden finden Sie einen umfassenden Leitfaden zu BPMN-Diagrammformen und ihren Bedeutungen.

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BPMN-Ereignissymbole
Jedes dieser Symbole für BPMN-Ereignisse kann so gestaltet werden, dass es die konkreten Einzelheiten des jeweiligen Prozesses widerspiegelt. Die untenstehenden Beispiele beziehen sich auf „Ereignis beginnt“-Symbole, können aber mit jedem Ereignistyp kombiniert werden. Häufig verwendete Ereignissymbole bilden folgende Umstände ab:
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Nachrichtensymbol: Löst den Prozess aus, ermöglicht Zwischenprozesse oder beendet den Prozess. |
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Zeitsymbol: Eine Uhrzeit oder ein Datum, die wiederkehrend oder einmalig sein können und den Prozess auslösen, Zwischenprozesse unterstützen oder den Prozess abschließen. |
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Eskalationssymbol: Ein Schritt reagiert auf eine Eskalation und fließt zu einer anderen Rolle innerhalb der Organisation. Dieses Ereignis wird nur innerhalb eines Teilprozesses eines Ereignisses verwendet. Eine Eskalation findet dann statt, wenn jemand auf einer höheren Verantwortungsebene innerhalb der Organisation in einen Prozess involviert wird. |
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Bedingungssymbol: Ein Prozess beginnt oder läuft weiter, wenn eine bestimmte geschäftliche Bedingung oder Regel erfüllt ist. |
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Link-Symbol: Ein Subprozess, der Teil eines größeren Prozesses ist. |
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Fehlersymbol: Ein zu Beginn, in der Mitte oder am Ende eines Prozesses erfasster Fehler. Ein Event-Subprozess mit einem Fehler unterbricht stets den Prozess, in dem er enthalten ist. |
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Abbruchsymbol: Reagiert auf eine Transaktion, die innerhalb eines Teilprozesses abgebrochen wurde. Bei einem Endereignis steht das Abbruchsymbol dafür, dass der Abbruch eines Prozesses ausgelöst wurde. |
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Kompensationssymbol: Eine Rückerstattung, die ausgelöst wird, wenn auf betrieblicher Seite etwas teilweise fehlschlägt. |
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Signalsymbol: Ein Signal, das über verschiedene Prozesse hinweg etwas kommuniziert. Ein Signalsymbol kann einen Prozess beginnen lassen, voranbringen oder abschließen. |
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Mehrfachsymbol: Mehrere Auslöser bringen einen Prozess in Gang. |
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Parallel-Mehrfachsymbol: Eine Prozessinstanz, die erst dann beginnt, weiterläuft oder endet, wenn alle möglichen Ereignisse stattgefunden haben. |
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Endsymbol: Löst die sofortige Beendigung eines Prozessschrittes aus. Alle damit in Zusammenhang stehenden Instanzen werden gleichzeitig beendet. |
BPMN-Aktivitätssymbole
Aktivitäten beschreiben, welche Art von Arbeit bei einer bestimmten Prozessinstanz erledigt wird. Es gibt vier Arten von BPMN-Aktivitäten: Aufgaben, Teilprozesse, Transaktionen und Anrufaktivitäten.
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Aufgabensymbol: Die grundlegendste Form einer Aktivität, die nicht weiter unterteilt werden kann. Der Prozess einer Morgenroutine kann z. B. die Aufgabe enthalten, den Computer einzuschalten. |
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Subprozess-Symbol: Eine Reihe von Aufgaben, die besonders gut zusammenpassen. Für Subprozesse gibt es zwei verschiedene Ansichten. Zum einen die reduzierte Ansicht, bei der ein ausklappbares Plus-Zeichen anzeigt, dass weitere Informationen verfügbar sind. Bei der anderen Ansicht handelt es sich um eine erweiterte Ansicht des Subprozesses, die alle Aufgaben des Subprozesses umfasst und ihn vollständig beschreibt. |
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Transaktionssymbol: Ein spezieller Subprozess, der Zahlungen beinhaltet. |
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Anrufsymbol: Ein globaler Subprozess, der an verschiedenen Stellen innerhalb des Geschäftsflusses verwendet wird. |
Gateway-Symbole in der BPMN
In einem BPMN-Diagramm trennen Gateway-Symbole die Flüsse auf und führen sie wieder zusammen. Es gibt verschiedene Arten von Gateways:
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Symbol „Exklusiv“: Bewertet den Status des Geschäftsprozesses in Bezug auf eine bestimmte Bedingung und unterteilt den Fluss in Abhängigkeit davon in einen oder mehrere einander gegenseitig ausschließende Pfade. Es kann z. B. ein bestimmter Bericht erstellt werden, wenn ein Vorgesetzter eine Genehmigung erteilt. Wenn der Vorgesetzte die Genehmigung verweigert, wird kein Bericht erzeugt. |
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Symbol „Ereignisbasiert“: Ein ereignisbasierter Gateway ähnelt einem exklusiven Gateway. Bei beiden geht es um einen Pfad innerhalb des Flusses. Bei einem ereignisbasierten Gateway wird jedoch festgestellt, ob ein bestimmtes Ereignis stattgefunden hat und nicht, ob eine bestimmte Bedingung erfüllt ist. Es kann z. B. sein, dass Sie eine bestimmte E-Mail erst dann versenden möchten, wenn der CEO im Büro eingetroffen ist. Solange der CEO nicht eintrifft, wird die E-Mail nicht verschickt. |
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Symbol „Parallel“: Unterscheidet sich von anderen Gateways dadurch, dass er nicht von Bedingungen oder Ereignissen abhängt. Mit parallelen Gateways werden stattdessen zwei gleichzeitig ablaufende Aufgaben innerhalb des Geschäftsflusses dargestellt. Ein Beispiel wäre eine Marketingabteilung, die neue Sales-Leads generieren und gleichzeitig bestehende Leads kontaktieren möchte. |
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Symbol „Inklusiv“: Unterteilt den Prozessfluss in einen oder mehrere Flüsse. Bei einem inklusiven Gateway können z. B. Geschäftsaktionen auf Grundlage von Umfrageergebnissen vorgenommen werden. Wenn der Verbraucher mit Produkt A zufrieden ist, kann ein bestimmter Prozess ausgelöst werden. Wenn der Verbraucher angibt, dass er mit Produkt B zufrieden ist, wird ein anderer Fluss ausgelöst. Und wenn der Verbraucher mit Produkt A nicht zufrieden ist, wird ein dritter Prozess ausgelöst. |
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Symbol „Exklusiv und ereignisbasiert“: Beginnt jedes Mal, wenn ein Folgeereignis eintritt, eine neue Prozessinstanz. |
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Symbol „Komplex“: Diese Gateways werden nur für die komplexesten Abläufe innerhalb eines Unternehmensprozesses verwendet. Ein idealer Anwendungsfall für komplexe Gateways sind Situationen, in denen mehrere Gateways zur Beschreibung eines Geschäftsflusses erforderlich sind. |
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Symbol „Parallel und ereignisbasiert“: Wie der Name bereits andeutet, ähnelt dieser Gateway einem parallelen Gateway. Es ermöglicht die gleichzeitige Ausführung mehrerer Prozesse, doch im Gegensatz zum Parallel-Gateway sind die Prozesse ereignisgesteuert. |
Verbindung von Objekten in einem BPMN-Diagramm
Verbindungsobjekte sind Linien, die BPMN-Flussobjekte verbinden. Es gibt drei verschiedene Arten von Verbindungsobjekten: Sequenzflüsse, Nachrichtenflüsse und Assoziationen.
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Symbol „Sequenzfluss“: Verbindet Flussobjekte in der Reihenfolge, in der sie aufeinander folgen. |
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Symbol „Nachrichtenfluss“: Stellt Nachrichten von einem Prozessteilnehmer an einen anderen dar. |
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Symbol „Assoziation“: Zeigt Beziehungen zwischen Artefakten und Flussobjekten an. |
Verantwortungsbereiche in einem BPMN-Diagramm
Verantwortungsbereiche (Swimlanes) dienen dazu, Prozesselemente in einem BPMN-Diagramm zu ordnen. Verantwortungsbereiche fassen Objekte optisch zu Bahnen zusammen. Dabei wird jedem Prozess eine eigene Bahn zugeordnet. Diese Elemente können waagerecht oder senkrecht angeordnet werden. Verantwortungsbereiche organisieren nicht nur Aktivitäten in separate Kategorien, sondern können auch Verzögerungen, Ineffizienzen sowie die für jeden Schritt in einem Prozess verantwortlichen Arbeiter aufzeigen.
BPMN-Ereignisarten
Ereignisse bilden ein Ereignis in einem Geschäftsprozess ab.
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Symbol „Ereignis beginnt“: Kennzeichnet den ersten Schritt in einem Prozess. |
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Symbol „Zwischenereignis“: Repräsentiert jedes Ereignis, das zwischen Beginn und Ende eines Ereignisses stattfindet. |
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Symbol „Ereignis endet“: Kennzeichnet den letzten Schritt in einem Prozess. |
Artefakte in einem BPMN-Diagramm
Artefakte stehen für Informationen, die für das Modell, aber nicht für einzelne Elemente innerhalb des Prozesses relevant sind. Die drei Arten von Artefakten in einem BPMN-Diagramm sind Anmerkungen, Gruppen und Datenobjekte. Alle drei dienen dazu, einen BPMN-Prozess zu verdeutlichen und zu beschreiben.
Anmerkungen geben dem Modellersteller die Möglichkeit, zusätzliche Flussteile des Modells oder der Beschriftung zu beschreiben.
Gruppen organisieren Aufgaben oder Prozesse, die für den Gesamtprozess von Bedeutung sind.
Datenobjekte stellen in den Prozess eingefügte Daten, aus dem Prozess resultierende Daten sowie Daten, die gesammelt oder gespeichert werden müssen, dar.
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Symbol „Dateneingabe“: Stellt Datenanforderungen dar, von denen Aufgaben im Unternehmensprozess abhängen. |
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Symbol „Datenausgabe“: Kennzeichnet Informationen, die das Ergebnis eines Unternehmensprozesses sind. |
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Symbol „Datensammlung“: Kennzeichnet Informationen, die innerhalb eines Unternehmensprozesses gesammelt werden. |
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Symbol „Datenspeicherung“: Stellt die Fähigkeit dar, mit einem Unternehmensprozess zusammenhängende Daten zu speichern oder darauf zuzugreifen. |
Das Zeichnen von BPMN Diagrammen
Bevor Sie mit Ihrem BPMN Diagramm beginnen, legen Sie den Umfang des Prozesses fest, den Sie mithilfe des Diagramms abbilden möchten. Dieser wichtige Schritt entscheidet darüber, wie tief Sie bei Ihrem Diagramm ins Detail gehen müssen. Übergeordnete Diagramme sollten so allgemein wie möglich gehalten werden. Für Details sollten Subprozesse sowie zusätzliche Dokumentationen genutzt werden.
Wenn Sie den Umfang erst einmal genau festgelegt haben, ist es an der Zeit, ein Dokument in Lucidchart zu öffnen und Ihrer Arbeitsfläche per Drag and Drop Formen hinzuzufügen. Wenn Sie kein Lucidchart-Konto haben, können Sie kostenlos eines einrichten.
Hier finden Sie einige Tipps, die Sie bei der Erstellung Ihres eigenen BPMN-Diagramms beachten sollten:
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Die Flussrichtung Ihres Diagramms sollte konsistent sein. Wie Sie oben erkennen können, fließt das Diagramm immer von rechts nach links und niemals von oben nach unten, selbst wenn Sie zwischen Pools und Verantwortungsbereichen hin- und herspringen.
- Stellen Sie sicher, dass sich Ihre Konnektoren niemals überlappen. Wenn die Flussrichtung Ihres Diagramms konsistent ist, sollte sich dieser Punkt relativ leicht umsetzen lassen.
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Stellen Sie zunächst das Hauptszenario grafisch dar. So bleibt Ihr BPMN-Diagramm übersichtlich und leicht verständlich.
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Fügen Sie separate Endereignisse für unterschiedliche Endzustände ein. Für den Pool „Customer“ (Kundschaft) gibt es beispielsweise zwei Endereignisse: Das eine steht für den erfolgreichen Endzustand (Chinesisches Essen essen), wohingegen das andere einen erfolglosen Endzustand ausdrückt (lange Wartezeit und kein chinesisches Essen).
- Jeder Pool sollte nur aus einem Prozess bestehen. BPMN-Diagramme können mehrere Prozesse darstellen, die miteinander interagieren, wobei jedoch jeder Prozess über einen eigenen Pool verfügt.
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Verwenden Sie gestrichelte Nachrichtenkonnektoren. Wenn zwei Pools miteinander interagieren, verwenden Sie gestrichelte Nachrichtenkonnektoren statt durchgehender Sequenzkonnektoren.

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